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Physik und Buddhismus – ein Widerspruch?

Bei mir quasi um die Ecke, in Hannover, steht ein Horchposten. Normalerweise wäre ich dagegen, allerdings empfängt GEO600 momentan nur Rauschen. Und genau dieses ist der Anlass zu einer möglicherweise bahnbrechenden Entdeckung – den Beweisen für ein holografisches Universum. Dieses will die Meßstation GEO600 mithilfe der Analyse von Gravitationswellen nachweisen.
Lesen Sie mehr darüber in folgenden Beiträgen:
GEO600 Was sind Gravitationswellen?
Gravitationswellendetektor bei Hannover testet holografisches Universum
Indizien für ein holografisches Universum?

Die Ansicht, unsere Realität nicht als festen Bezugsrahmen anzusehen und sie als etwas Flexibles, von der inneren Wahrnehmung Abhängiges – ja sogar als Täuschung zu betrachten, ist in anderen Kulturkreisen schon lange selbstverständlich. So stossen wir beim Buddhismus auf Maya, definiert wie folgt:
“Dieses Sanskritwort wird im allgemeinen als Illusion, Täuschung definiert, aber Maya ist lediglich das Mittel, mit dessen Hilfe wir die Welt der Erscheinungsformen messen und abschätzen. Es ist die Ursache einer Täuschung, wenn diese Welt der Formen fälschlich als statisch und unwandelbar wahrgenommen wird. Wenn sie dagegen als das, was sie ist, angesehen wird, nämlich als lebendiges Strömen, das sich auf Leere gründet, so ist Maya eingeborene Weisheit.”
Quelle: Zen-Lexikon

Der Film What the Bleep Do We (K)now?! sei all jenen empfohlen, die sich dem Thema von der wissenschaftlichen Seite nähern wollen und keinen Zugang zu fernöstlicher Mystik haben.

Diejenigen, die sich intensiv mit der buddhistischen Sicht auseinandersetzen möchten, finden in einem Werk von Sogyal Rinpoche ein umfassendes Werk, welches erfreulicherweise einen sehr gut verständlichen Einstieg bietet, ohne besondere Vorkenntnisse zu verlangen: Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod

Abschließend bleibt also festzustellen, dass Wissenschaft und Spiritualität sich nicht so extrem ausschließen, wie es oft scheint. Wie überall, spielt bestimmt die Offenheit beider Seiten eine wesentliche Rolle. Dazu möchte ich einen finalen Artikel beisteuern, der zeigt, wie wissenschaftsverträglich und undogmatisch sich der Buddhismus im Vergleich zu anderen Glaubensrichtungen darstellt:
Prof. Dr. Hubertus Mynarek – Humanismus und Buddhismus

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