…ist gar nicht so einfach! Was gibt es nicht alles zu berücksichtigen:
- Die eigenen körperlichen Bedürfnisse
- Die eigenen psychischen Bedürfnisse
- Die eigenen Wertvorstellungen
- Die Ansprüche auf Qualität
- Die Ansprüche an Umwelt- und Sozialverträglichkeit
- Der Anspruch, nichts und niemanden für den eigenen Genuß leiden zu lassen.
Finden Sie voll daneben und ist Ihnen egal? Ihre Entscheidung! Und Sie leben definitiv bequemer! Wenn Sie nämlich anfangen, sich damit auseinanderzusetzen, wie Ihre Genußmittel entstanden sind, wer darunter gelitten hat und vie viele Ressourcen dafür verblasen wurden, wird Ihnen so einiges vergehen. (Alle, die mich als Spaßverderber bezeichnen, können ja jetzt die Seite verlassen…)
Wenn ich also darauf achte, dass für meine Nahrung kein Lebewesen gequält oder hingemordet wird, wenn es mir wichtig ist, qualitativ hochwertige Zutaten zu kaufen, für die keine Arbeiter ausgebeutet wurden und die ohne die Umwelt mit Giften zu belasten, angebaut wurden, die kleine Transportwege hinter sich haben und bei deren Herstellung so wenig Wasser verbraucht wurde, wie möglich – wo soll da noch Genuß aufkommen?
Eines ist schon mal klar: Nicht alle Zutaten, die als notwendig gelten, sind es auch. Mein besonderes Augenmerk liegt heute auf Eiern und Milch. Die beiden finden wir fast überall drin – irgendwo müssen die immer unbeliebteren Käfigeier ja hin und die armen Milchbauern brauchen auch Hilfe. So wie der liebe Zucker, über den ich jüngst berichtete, finden Sie auch Eier und Milch aus Massentierhaltung in sehr vielen Produkten. Sind die beiden wirklich so entscheidend für das Gelingen bestimmter Rezepte, wie man denkt?
Meine Neugier trieb mich an den Herd und ich versuchte mich an einer kulinarischen Blasphemie: Pfannkuchen – ohne Eier und ohne Milch! (Wenn Ihnen schlecht wird, können Sie die Seite ja wegklicken…)
Ich kann Sie alle hören, die ‘Experten’, wie sie schreien, dass das nix wird! Ich nahm also einen drittel Liter Sojamilch und quirlte ein halbes Päckchen Backpulver und so viel Bio-Weizenmehl hinein, bis der Teig die bekannte Pfannkuchen-Konsistenz hatte. Dann kam noch mehr Mehl hinein, dass er etwas zu dick wurde, was durch die Zugabe von stark kohlensäurehaltigem Mineralwasser wieder ausgeglichen wurde. Salz und Pfeffer fanden ihren Weg in die Mischung und nun war ich gespannt, wie sich dieser Teig in dem 100% cholesterinfreien Rapsöl so verhalten würde.
Meine kühnsten Erwartungen wurden übertroffen, als sich die guten Pfannkuchen genau so locker aufschäumten wie mit geschlagenen Eiweiß!
Und da war er hin, der Mythos, dass Pfannkuchen nur mit Eiern und Milch gelingen. Und der Genuß, neben dem guten Gewissen – das kann ich Ihnen versichern – kam zu seinem vollen Recht!
Und – haben Sie sich getraut, es auszuprobieren? Wie hat es geschmeckt?





