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Gesundheit ist mehr, als die Abwesenheit von Krankheit!

Ist Hirndoping gut für uns?

Diese Frage entdeckte ich in einem Artikel. Die Positionen von Pro und Contra sind meiner Ansicht nach sehr flach diskutiert und die Fragen, die mir zu dem Thema kamen, sind kaum berührt. Ein wesentliches davon ist das Thema Krücke. Wir sind jetzt schon eine Krücken-Gesellschaft. Um Ihnen zu verdeutlichen, was ich meine, stellen Sie sich bitte vor, über Nacht verschwänden alle Prothesen und Hilfsmittel, von den Zahnfüllungen über die Brillen und künstlichen Hüftgelenke bis zu den Helferlein in Tablettenform, die uns vor Infarkten, Anfällen und Ausrastern bewahren. Kosten Sie diese Vision bitte voll aus, welche Figur wir – die sogenannte „Krone“ der Schöpfung – dabei machen würden. Wie hoch wäre wohl der Anteil der Menschen, die ganz ohne „Krücken“ und mit würdiger und kraftvoller Haltung ihr Leben meistern könnte?
Haben wir nicht schon genug Abhängigkeiten: Ohne Kaffee kommen wir nicht in Schwung, ohne Handy wissen wir keine Telefonnummer mehr, ohne Fernseher können wir nicht einschlafen, ohne Bierchen nicht entspannen, ohne Auto fühlen wir uns unbeweglich, ohne Sonnenbrille können wir dieses aber nicht fahren, ohne EC-Karte fühlen wir uns nackt… Das Geschirr wird von der Maschine gespült, die Zahnbürste ist auch elektrisch und wenn die Fernbedienung vom Fernseher kaputt ist, bekommen wir Depressionen, weil wir von Hand die Programme umschalten müssen. Sind wir nicht schon zu degeneriert, dekadent und abhängig? Könnten wir überhaupt ohne all diese „Krücken“ überleben? Einfach wäre es nicht, sich von so vielen Abhängigkeiten zu lösen – da brauchen wir nicht noch mehr, oder?
Die Vorstellung, dass es demnächst vielleicht normal ist, sich mit Medikamenten für den Arbeitsplatz zu dopen, löst bei mir alle Alarmglocken aus und ich bin kategorisch dagegen! Es ist ein für unsere unnatürlich lebende Gesellschaft so typischer Versuch, einen Flächenbrand mit Benzin zu löschen. Unser Leben wird heute immer komplexer und viele Menschen sind damit hoffnungslos überfordert. Wie viele Menschen leiden darunter, als bloße Produktivitätseinheit angesehen zu werden, die ausgetauscht wird, wenn die nötige Effizienz nicht mehr geleistet wird? Doch anstatt das System in Frage zu stellen und sich, wo es möglich ist, aus Konsum- und materiellen Wachstumszwängen auszuklinken, sollen wir uns bitte dem absoluten Wahnsinn anpassen und funktionieren – bis zur kompletten Selbstaufgabe. Als solche bezeichne ich nämlich die Idee, sich gezielt mit Medikamenten für den Job aufzuputschen. Jedes natürliche System, ob es die ganze Erde oder eine Bazillenkultur ist, kann mit einer Wippe verglichen werden. Wenn eine Seite zu sehr belastet wird, „kippt“ das Ganze um – mit meist für uns unvorhersehbaren Folgen, weil wir in unserer begrenzten Wahrnehmung die ganzheitliche Perspektive nicht einnehmen wollen oder können. Wer sich ständig für den Job dopt, wird möglicherweise Probleme damit haben, vernünftig einzuschlafen. Und wie bei vielen anderen Medikamenten auch, kann es unbekannte Nebenwirkungen geben, die sich erst nach langer Zeit manifestieren.

Bevor ich eine Pille schlucke, um mich für einen Job leistungsfähiger zu machen, suche ich mir eine neue Arbeit! Kein Job und auch kein noch so hoher Verdienst sind es wert, mich in einen Zombie zu verwandeln. Was nützen mir der Status und das Geld einer Arbeit, wenn ich sie nur mit Schummelei bewältige? Irgendwann wird die Quittung kommen, deren Einlösung sicher viel unangenehmer ist, als jetzt anzuhalten und mich zu fragen: Was brauche ich wirklich? Was macht mich wirklich glücklich? Und was macht nur mein Ego glücklich? Je glücklicher dieses ist, um so wahrscheinlicher galoppieren Sie auf einen Abgrund zu – gedopt noch viel schneller.

Hier finden Sie den Artikel: Ist Hirndoping gut für uns?

Wenn Sie daran interessiert sind, die Arbeitsweise Ihres Egos zu durchschauen und wissen möchten, wie Sie es beherrschen, anstatt vom Ego beherrscht zu werden, empfehle ich Ihnen folgendes, sehr provokatives und schwer verdauliches Buch: Osho: Das Buch vom Ego. Von der Illusion zur Freiheit
Wenn Sie wollen, dass in Ihrem Leben alles so bleibt, wie es ist, lesen Sie es nicht. Wenn Sie, wie im Film „Matrix“ die „Pille“ in Form dieses Buches geschluckt haben, können Sie nie mehr zurück in die unbefangene Unwissenheit.

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